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11 things I absolutely can’t do

11_Dinge_die_ich_überhaupt_nicht_kann

Wie bereits die Ariane und viele andere Blogger vor mir, möchte ich Katja’s Idee von der Ode ans Unperfektsein aufgreifen: Auf dem Blog zeigt man meist seine Schokoladenseite. Und was uns ausmacht sind dennoch die Dinge, die man halt einfach nicht kann. So gar nicht. Viel Spaß bei meinem Seelenstriptease und den verrücktesten Bildern, die je von mir gemacht wurden (Beitragsbild von Petra geschossen). Lesezeit: 3 Minuten.

As a blogger you tend to show the best side of yourself constantly. But nevertheless there are things one cannot do. Katja had this idea to share things she can’t do at all. Today I will tell you about eleven things I am really bad at. And you will see some hilarious shots my friends took lately. So I can really not… 3 minute read. 

1. Erwachsen wirken

Ich weiß nicht, wer die Definition eines „Erwachsenen“ wann eingeführt hat und wo man diese nachlesen kann: Oft wird mir aber gesagt, dass ich jünger wirke und mich nicht meinem Alter entsprechend benehme. Ich bekenne mich dazu: Ich kann es nicht, dieses Erwachsensein. Ich kann nicht ohne bescheuerte Gesichter, lautes Lachen und abgefahrene Ideen, ohne schnell zu reden und überhaupt fühle ich mich oft, als wäre ich fünf. Egal was ich anziehe, wie ernst ich mich gebe, wie ernst die Tätigkeit ist, die ich ausführe: Ich bin nach außen hin eher 18 als 23. Oder 15. Funny fact: Bin ich mal ernster, fragen alle, ob ich krank oder sauer bin. Was wollt ihr, Leute?

1. Look my age

Whoever combined the saying „being a grown-up“ with „looking like a grown-up“, I really would love to talk to this person. I never look like my age, no matter what I wear or what I do, I seem not to behave the way I should. And I really don’t care. I love to laugh, to say stupid things, to have fun and to seem 18 instead of 23. You think that because I am small? But since when does age has something to do with height? I hope at least this phenomenon lasts until I am 90.

2. Auf die Meinung anderer pfeifen.

Eine Fähigkeit, die ich mir gerne mal aneignen würde. Versteht mich nicht falsch, ich wertschätze konstruktives Feedback, die persönliche Meinung meiner Freunde und Bekannten. Nur ist es selbstzerstörend, auf die Meinung absolut jeden zu absolut jeder Angelegenheit zu hören und das auch noch zu Herzen zu nehmen. Ich habe schon ganze Nachmittage und Nächte durch geweint, weil irgendeine x-beliebige Person sagte ich sei dumm, hässlich, arrogant, ein Mauerblümchen, zu laut, zu klein und ähnliches. Ein bisschen weniger Sensibilität diesbezüglich wäre fein.

2. Ignore others‘ opinions

Sometimes I am really destroyed only because someone commented on me in a negative way. Some people are just mean, some don’t do it on purpose but still hurt. I would love to be the kind of person who doesn’t care about what others say and think about me. But I do. And I do it a lot. I am already old enough to not cry in public because of that, but it still bugs me sometimes and I would love to learn to not care so much. 

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Enjoying the Naschmarkt flea market. Photos made by Corinna.

3. Mich in einer komplett neuen Gruppe behaupten.

WG-Parties mit lauter neuen Gesichtern sind für mich der reinste Horror. Sonst eher redselig stehe ich nur schüchtern in der Ecke herum, klammere mich an Bekannte oder warte, bis mich jemand selbst anspricht. Ich glaube, mir steht dann die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Die erste Zeit mit neuen Menschen bin ich auch erst einmal super euphorisch, dass ich wirke, als wäre ich auf Drogen, weil ich ohne Pause rede und absolut jeden Gedanken ausspreche. Erst mit der Zeit klingt die Schüchternheit und Euphorie ab und ihr werdet mich kennenlernen, so wie ich bin.

3. Be myself in new groups.

Whenever I am at a party where I don’t know anybody I really feel lost and shy. Normally I am open minded and easy to talk to, but when no single face is familiar I forget how this whole getting to know each other thing is done. So I’d rather stay with people I know, discover the new people together with somebody or I just stand around and wait until someone approaches me. Also I am not myself the first time and talk without break and without thinking. Just after some time I feel comfortable, loose the talkative euphoria and become myself.  

4. Lügen.

Vor allem wenn mich mein Gegenüber zu etwas fragt, antworte ich meist unüberlegt das erste, was mir in den Kopf kommt. Vor allem bei Vorstellungsgesprächen wird mir das zum Verhängnis. Manchmal würde ich mir wünschen, ich könnte innerhalb von zwei Sekunden meine eigentliche Meinung überlegen und noch Zeit dafür finden, eine passende Version auszusprechen. Auch bei Feedback muss ich mich manchmal zusammenreißen, nicht alles so auszusprechen, wie ich es gerade denke. Denn meine erste Assoziationen können den anderen womöglich verletzen und das will ich nicht.

4. Tell lies.

I really cannot lie a lot. Whenever asked about what I did, how I feel, if I am capable of doing something I will give a very honest answer. Sometimes I wish I’d be able to process and think more before answering. Sometimes I do. But most of the time you will hear my first thought immediately. 

Ich bin irgendwas mit Ohren

Somewhere in Israel. Photo by David.

5. Leise sein

Meine Stimme zieht automatisch mit, wenn sich die Umgebungslautstärke verändert. Und das merke ich nicht einmal. Regelmäßig werden Freunde in Cafes und Bars angebrüllt, die lustige Geschichte von gestern kann von der ganzen Tram mitverfolgt werden. Kaum eine Lautstärke kann von meiner Stimme nicht übertroffen werden. Und auch mein Lachen hallt durch Räume wie ein Tennisball. Peinlich wird es, wenn mich das Gegenüber darauf hinweisen muss, wie arg ich gerade brülle. Dafür werde ich bei Präsentationen immer gehört.

5. Talk quietly

Whenever the overall volume around me rises, my voice does the same. Often people have to tell me how much I am screaming right now. I do not even notice how loud my voice is until someone starts holding his ears or people not involved in the conversation start commenting as well: I really shouldn’t tell secrets in trams, because everybody will be able to hear. The good part about it: Public speaking has never been a problem. 

6. Haare, Schminke & Nägel machen

In der Pubertät habe ich meine Zeit lieber mit meiner Rockband im Keller verbracht, als durch Modezeitschriften zu blättern. Aktuelle Trends sind mir fremd und was mir steht erfahre ich meist nachdem ich ein Kleidungsstück gekauft habe und mir jemand sagt, dass es gut aussieht. Noch weniger Ahnung habe ich allerdings von Frisuren und Schminke. Meist überlebe ich mit einem halbherzig aufgetragenen Kajal, Conceiler gegen Augenringe und Rouge. Und auch nur, weil ich den Rouge (mittlerweile nennt sich das Blush, nicht wahr?) als Kind von meiner Mama abgeschaut habe. Ob das gut aussieht, weiß ich nicht. Solange hat sich aber keiner beschwert und damit ist dieses Thema für mich gegessen. Umso mehr schätze ich daher Fashion Blogger, die mir „Mode und Beauty für Dummies“ in wenigen Sätzen erklären können.

6. Styling, make-up and hair

I have no clue about fashion, nice hair styles and how to use make-up properly. At the age when girls start caring about it, I was spending my time having rehearsals with my band and didn’t have enough money to go shopping weekly. Today I just care about it as much as I look fine, but I will never do more than necessary to style myself. This is probably one reason for me to read fashion blogs: I love how they describe fashion for dummies so I can learn everything I need fast and efficient. Thank you, blog world! 

Einstein_Hundertwasserhaus_Wien

Hanging around with Einstein and Hunderwasser. Photos by Corinna.

7. Selbstvertrauen & sich selbst gut verkaufen

Alle zwei Wochen verfalle ich in einen mehrtägigen Zweifelskampf mit mir selbst. Ich denke, ich bin nicht gut genug, denn ich möchte gerne alles gleichzeitig sein: Lustig, intelligent, gut aussehend, kreativ, motivierend, unabhängig, beliebt. Dass nicht alle Dimensionen zu erreichen sind, ist klar. Und dennoch bin ich immer wieder am Boden zerstört, weil ich offensichtlich und zum Glück nicht „perfekt“ bin.

Allerdings habe ich seit einiger Zeit Strategien dafür: Ich habe zum Beispiel eine Liste mit „Dingen, die ich gut kann“ (plus Dinge, die ich nicht kann). Und eine mit „Dingen, die ich geschafft habe obwohl sie unerreichbar erschienen“.

Sich selbst gut verkaufen zu können ist besonders in diesen Phasen des Zweifelns schwer. Und auch generell kommt hier der Punkt „lügen“ dazu: Ich sage immer ehrlich, wenn ich etwas nicht gut kann oder noch nie gemacht habe. Ein bisschen Selbstvertrauen und Notlüge würden hier besser tun. Irgendwo tief in mir weiß ich ja, was ich alles kann. Nur vermitteln kann ich das alles irgendwie nicht.

7. Being confident about my skills

Every second week I end up struggling with myself and not believing in me at all. Because I would love to be creative, beautiful, intelligent, motivating, engaged and funny at the same time. But who can do that? Right, nobody. Because we are humans and not perfect. Still it happens every now and then that I feel really bad about myself.

My new strategies are: I have a list of things I can do well (and those I can’t, which you got to know now). Also one with things I succeeded at which were hard to achieve. So every time I feel bad I check them. Whenever my confidence is below zero I really cannot present myself well to new people. Combined with my non-ability to lie some days are just really bad to persuade people to work with me. 

Du, genau du

Schönbrunn in February. Tried it out already? Ha?

8. Raumgefühl

Die unterentwickelte Fähigkeit, räumlich zu denken hat in meinem Leben viele Konsequenzen. Ich bin miserabel in Ballsportarten, verlaufe mich in neuen (und auch bekannten) Städten grundsätzlich immer und kann keine Karten lesen. Das räumliche Denken in meinem Kopf ist davon übrigens nicht betroffen: In der Theorie sind Karten, Räume, Sporthallen absolut logisch. Ich spaziere in meinen Träumen oft durch Orte, an denen ich mal war und so Sachen. Nur stehe ich erst einmal drin, verliere ich mich komplett und weiß nicht wohin mit dem Blick.

8. Sense of space

 

As a child I always preferred reading and drawing rather than being outside. Well done, because I really have not sense of space today. I suck at ball games, I cannot translate maps into reality and get lost every time I am in a new place. When thinking about rooms I don’t have any problems at all: Sometimes I walk through cities in my head or try to play beach volleyball in my head while falling asleep. But once I am in the place myself I kind of loose the sense and don’t know where to look. 

9. Mich auf nur eine Sache konzentrieren.

Als Kind habe ich schon immer drei Bücher parallel gelesen. Und ich mache das immer noch. Mir ist es unmöglich, nur ein Hobby auszuwählen und dabei zu bleiben. Nein, ich möchte natürlich sportlich sein und kreativ und musikalisch und bloggen und auf Parties gehen und über Gott und die Welt mitreden können. Regelmäßig bekomme ich mentale Herzinfarkte wenn ich mir meine To-Do-Liste ansehe. Kein Fokus bedeutet auch, immer nur Mittelmaß zu sein. Und einen Beruf auswählen? Unmöglich! Nur einen?

9. Focus

I always use to read three books at the same time. And cannot choose between my interests, hobbies and jobs so I try to do them all at the same time. It never works out, you can be sure of that. And I will probably never be able to be a specialist or professional in one field because I cannot skip all the other things that interest me. Finding a job with one specific task? Seems impossible for me. My To-Do-In-Life-List is also one of my nightmares.

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Enjoying Haifa. Gymnastics in Aalesund. Photos by David and Corinna.

10. Still sitzen

Ich kann nicht ruhig sitzen. Punkt aus. Alle zwei Minuten muss ich die Position wechseln, ich überschlage ein Bein nach dem anderen, sitze abwechselnd auf dem einen, dann auf dem anderen Fuß. Dann auf beiden. Lotussitz. Kurz aufstehen und es geht von vorne los. In der Schule sind die Lehrer immer durchgedreht und bei förmlichen Anlässen werde ich schneller müde, wenn ich ordentlich auf einem Stuhl sitzen muss.

10. Sit still

Sitting still on chairs is also something I really can’t. I keep changing my position every two minutes and official celebrations where you cannot sit cross-legged or having one leg under the butt: No way. I will try to escape and avoid these situations as much as possible. 

11. Jobs suchen

Mittlerweile wird mir das zum Verhängnis, aber wenige Sachen in meinem Leben demotivieren mich so arg, wie Jobsuche, Bewerbungen und Vorstellungsgespräche. Abwasch ist schöner. Boden wischen ist schöner. Sogar Bügeln würde ich vorziehen. Ich möchte, dass mich mein Job selbst findet und ich nicht unzählige Stunden damit verbringe, durch ähnlich klingende Jobbeschreibungen zu klicken. Alle praktischen Sachen, die ich bisher gemacht habe, waren super. Aber sie zu suchen so gar nicht. Wie geht ihr denn da so vor? Und was könnt ihr gar nicht? 

11. Hunt for jobs

There are not many things in life I enjoy less than job hunting. I would rather prefer to wash the dishes for the next year. Cleaning the house is more fun than that. Reading through job descriptions makes me sad and confused, I hate „selling myself“ and would prefer my job to find me. I enjoy every bit of team work and creative challenging tasks I can get. But finding them in the first place? I would love to hire somebody to do that for me, seriously.

What about you? How do you hunt for jobs? And what are things you are really bad at? 

Aussagekräftige_Mimik_imGesicht

No description needed. Face muscles finally used completely.

 

Kategorie: Personal

von

Natalia

Hello, dear visitor. Thanks for taking the time to read my blog! :) I hope you found what you were looking for – I enjoy offering you inspiration, travel stories and my world view via photography. I am very much looking forward to your feedback, suggestions and opinion about Apfel Sanderson. Take care, your Natalia.

5 Kommentare

  1. Richtig sympathischer Artikel, ich liebe die Fotos, die sind echt witzig und zeugen davon, dass du dich selbst nicht so ernst nimmst, sehr schön! :D
    Punkt 5 ist bei mir absolut genauso, ich hab in meinem Artikel nicht darüber geschrieben, aber nicht nur mein Lachen, auch meine Stimme ist meistens sehr laut.

    • Natalia

      Danke schön! :) Dein Artikel zu dem Thema war so so toll! :) Und ja, laut lachen und laut reden ist einfach cool. So schnell macht man aus seinen Schwächen einen Unique Selling Point :D

  2. Luiza sagt

    Ahahaha just love your post, Natalia! And the pics too! Well, I also identify myself with a lot of things you said, but I have to add one: I cannot teach Portuguese to my dear Russian-German friend outdoors due to the pigeons! Ahahahahah. Miss u! Beijos

  3. Hey!
    Ich bin durch Ariane auf diesen Post gestoßen und muss echt sagen:
    Eine wundervolle Aufzählung! In vielen Punkten erkenne ich mich wieder (Laute Stimme, haha. Meine Mutter ist immer diejenige, die sich darüber aufregt).
    Die Aktion an sich spricht mich auch an, tolle Sache!
    Liebe Grüße

  4. hi natalia,
    dein blog ist überwältigend! sehr schöne bilder und gedanken – danke, dass du sie mit anderen teilst. bin heute durch die uni-website auf deine seite aufmerksam geworden…
    deine 11 dinge die du nicht kannst sind sehr symphatisch. auch ich erkenne mich in vielem wieder v.a. ständig diese selbstzweifel und tausend dinge gleichzeitig tun zu müssen. ich denke, dass liegt einerseits am alter, aber auch daran, dass du extrem kreativ und einfühlsam bist – so schätze ich dich zumindest ein, nachdem ich ein wenig auf deinem blog gestöbert habe.
    ich sage immer, ich bin ein unsteter geist – aber das ist ja auch etwas schönes. nur manchmal eben auch mühsam.
    liebe grüße, kristina

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