Israel, Travels
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Jerusalem, Israel

Ich kann es selbst noch gar nicht fassen, aber neulich durfte ich einen Tag in Jerusalem verbringen. Und ich bin so was von fasziniert! Mich hat es vorher nie sonderlich als Reiseziel interessiert, weil andere Teile der Welt aufregender oder ungefährlicher wirkten, aber vor Ort musste ich einfach staunen. Wahnsinnige Aussicht oder? Wir begannen unseren Tag auf dem Ölberg, von dem aus man diesen herrlichen Blick auf die Stadt hat.

Recently I visited Jerusalem, and although I have never been interested in religion and visiting the city, I was fascinated the first moment I saw the stunning view from the Mount of Olives. We just spend one day in Jerusalem – which is absolutely not enough – but I have a feeling, you might like my first impressions of it. 

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Anschließend fuhren wir zum Jaffa-Tor, durch welches man die Altstadt betreten konnte – es gibt jedoch ganz viele solcher Tore. Kaum durchgelaufen, fanden wir uns auch schon in einem riesigen Markt wieder. Ich liebe ja Märkte, aber vor allem dieser hat es mir besonders angetan: Hier gibt es eine Mischung aus Touristengeschäften und solchen, wo auch die Einheimischen einkaufen und natürlich diese wunderschönen Steinstufen, beim Anblick derer man sich klein, unbedeutend und ziemlich jung vorkommt.

To enter the Old City you have to pass a gate. We’ve chosen the Jaffa Gate. As we entered we found ourselves in the most beautiful market on earth! There were herbs and spices, hand made leather goods, sweets, snacks, all the religious articles, I am sure, you can find nearly everything here. Of course there are also these old stone stares (so amazing!) walking on which you feel small and not important: I mean, they are so unimaginably old.

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Nach einem kleinen Frühstücks-Mittagessen bei einem arabischen Falafelladen stürzten wir uns in die Sehenswürdigkeiten. Zum einen sahen wir uns die Grabeskirche an, wo angeblich Jesus begraben liegt. Ein negativer Beigeschmack des ganzen christlichen Viertels waren die Tausenden von Touristengruppen, die meisten von ihnen aus Russland. Netterweise bekam ich dann immer Fetzen von den Geschichten der Reiseführer mit, besonders in Israel scheinen Russischkenntnisse von Vorteil zu sein. Leider konnte man sich aber nicht so frei bewegen, wie es vielleicht wünschenswerte gewesen wäre. Wer aber auch am Sonntag nach Jerusalem fährt, ist echt selbst Schuld. Oder am Samstag oder am Freitag. Jetzt sind auch wir schlauer!

After an arabic falafel for breakfast/lunch we started to visit important places as the Church of the Holy Sculpture. It is a beautiful church, but was so fully crowded with russian tourists (really, at least 90% were russians!) we couldn’t move as we probably wanted. The good thing: Being russian I could understand the tour guides and their stories. But less other people would be better. Guys, don’t visit Jerusalem on a sunday, or saturday or friday, and not during holidays!

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Gegen Abend wurde es jedoch wesentlich leerer, wie ihr oben sehen könnt und manche Straßenabschnitte waren überhaupt komplett leer. Schon sehr interessant. Am meisten faszinierend und fotogen fand ich persönlich das muslimische Viertel. Hier war auf einmal ganz viel los, es gab ultra viele Einheimische, die ganz normal auf dem Markt einkaufen waren, Marktschreier, kaum Touristen und ganz viel Flair. Vor allem: Man geht eine leere Gasse entlang, biegt nach rechts ab und bam! Schon ist man mittendrin im Trubel, der dann irgendwann genau so plötzlich aufhört, wie er angefangen hatte. Das ist wohl die natürliche Grenze zwischen den Stadtvierteln.

The most fascinating part of the Old City was in my opinion the Muslim Quarter. It was completely crowded by locals (at least they seemed more local than touristic!), who were buying food at the market or selling things, there were less tourists and nobody paid attention to us. So it was easy to take pictures of this amazing flair. One thing I found fascinating: When you are walking through Jerusalem there are no borders between the districts, but the quarters begin and end very accidentally. So there must be some sort of unspoken borders. 

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Im muslimischen Viertel probierten wir uns auch durch das Assortiment an Süßigkeiten (nicht so mein Ding, riecht wie Waschmittel), Knabberzeug (sehr empfehlenswert) und tranken frisch gepressten Granatapfelsaft (zu intensiv für meinen Geschmack, aber einen Versuch wert).

In the Muslim Quarter we also tried all sorts of food. I didn’t like the sweets very much actually, because they smell like soap and are way too sweet for me. But you should definitely try the bread and the snacks as well as fresh pomegranate juice (which is very intense, but awesome!). 

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Gegen Ende hin suchten wir die Klagemauer auf. Faszinierend war hier, dass um die Mauer herum ganz viel alltägliches Zeug passiert, es stehen Lieferwagen, Milliarden von Touristen und Gläubigen, krasse Sicherheitskontrollen, überall stehen bewaffnete Soldaten. So stellt man sich das ja nicht vor, wenn man die Klagemauer sonst auf Bildern sieht. Aber wirklich sehr interessant, das zu sehen. Was ich jedoch eher komisch fand, ist, dass die Frauen einen extra Stück Mauer haben, der kleiner und gedrängter ist. Ich bin ja nicht so feministisch, aber so eine Trennung finde ich grundsätzlich immer komisch. Nun ja, so ist es halt, müssen die selbst wissen.

At the end of our journey through Jerusalem we visited the Western Wall. I never thought about it before but it’s funny that around the Wall itself are lots of everyday life actions such as delivery trucks, police man, tourists and security checks. I didn’t like though that women have their own part of the wall which is much smaller and crowded as the male part. Probably I am just a part time feminist but a devision like this always shocks me a bit.

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Ich hoffe, ihr konntet durch meine Erzählungen ein bisschen in diese magische Atmosphäre eintauchen. Ich denke, an einem Tag schafft man kaum alles zu sehen, daher freue ich mich mal auf mehr. Und noch ein Tipp von mir (vielleicht hättet ihr ja sowieso dran gedacht, ich war da relativ unvorbereitet und doof): Als Frau muss man sich für den Besuch jeder religiösen Stätte am besten in ein Ganzkörpertuch verschleiern: Sonst darf man nicht das Grab Jesu sehen, nicht zur Klagemauer vor und bestimmt auch nicht in die Moscheen (das haben wir allerdings nicht versucht). Bald kommt noch was zu Tel Aviv und dem Toten Meer. Stay tuned. Bis bald.

I hope you could follow my story well although I still have the feeling to just grabbed a few sights on this wonderful city. If you think about going to Jerusalem and you are a women, let me give you a tip (probably you knew anyway and I am the only one who is very naive): Either dress in some overall-covering-piece or take something with you to cover your body completely if necessary. This is what you need, if you want to visit any important religious place in Jerusalem. I didn’t like that at all but you have to follow the rules in such an important place, I think. That’s it. Next time I’ll tell you about the Dead Sea and Tel Aviv. Stay tuned. 

Klagemauer

Das hier sind jetzt die zwei Teile der Mauer: Oben der Frauenteil, unten der für Männer. // The female and male parts of the Western Wall.

Kategorie: Israel, Travels

von

Natalia

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8 Kommentare

  1. Wundervolle Eindrücke! :) Sieht echt nach einem magischen Ort aus. Irgendwann muss ich da auch mal hin!

  2. Das ist mega beeindruckend! :) Wahnsinn! Danke für den tollen Bericht :-*
    Ich freu mich total für dich, dass du diese tollen Eindrücke sammeln konntest und bin gespannt auf die nächsten Israel-Posts! <3

  3. Das sieht wirklich super aus! Wunderschöne Bilder, da packt mich ja schon ein wenig das Reisefieber :) <3

  4. Diesen Post fand ich unglaublich gut! Du hast eine sehr schöne Art, zu schreiben, das liest man richtig gerne! :)<3

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