Brazil, Food, Sweets, Travels
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Brazilian food {brigadeiro recipe}

Falls ihr Hunger habt, rate ich euch vom Lesen ab. Denn ich komme jetzt endlich zu einem der vielleicht spannendsten Themen einer Reise: dem Essen! Ich bin nun also seit drei Wochen hier und habe wirklich viel probiert. Auch wenn ich noch viel zu oft vor Neuem zurückschrecke und doch wieder etwas Bekanntes probiere. Ein paar Besonderheiten der Küche möchte ich euch aber heute vorstellen. Los geht’s.

Hey guys, today I want to tell you the most exciting part of a travel: the food! I am a bit lazy to write too much in english (it is still difficult to express my thoughts in english), but will give you the most basic information.

Auf den obigen Bildern seht ihr das traditionelle Mittagessen namens Feijoada. Reis, Bohnen, Fleisch, Couve (das Grüne) und Farofa (das hellgelbe Mehlige, das ist geröstetes und angemachtes Maniokmehl). Wir waren zu viert im Restaurant, bestellten die Portion für zwei und wurden tatsächlich nicht fertig! So etwas habe ich noch nie gesehen, manchmal kenne ich das sogar, dass Portionen zu klein sind. Besonders spannend zum Thema Essen im Restaurant ist: Die Rechnung wird immer am Stück gebraucht, wenn man nicht danach fragt. Falls man getrennt zahlt, muss man selbst rechnen. Wir haben der Einfachheit halber immer durch vier geteilt. Und obwohl ich einmal ein teureres Getränk hatte, ließ sich keiner davon überzeugen, dass ich getrennt zahlen will. Total nett.

Above you see Feijoada containing rice, beans, different kinds of meat, cove and farofa. Very delicious! 


Hier seht ihr den regionalen Käse (queijo). So etwas habe ich vorher noch nie gegessen. Von der Konsistenz erinnert er an Mozzarella, schmeckt aber eher wie Feta. Bei dem Versuch, ihn zu schmelzen, kommt eine flüssige Masse  heraus. Schmeckt auf jeden Fall super! 

Here you see the regional cheese  (queijo), which looks like mozzarella, but tastes more like feta cheese. I like it very much! But it is still very unusual compared to the european cheese. 

Ich präsentiere euch nun Coxinha (gelesen: Koschinja) und eine Art Hot Dog im Coxinha-Stil. Das könnt ihr euch von der Konsistenz wie Quarkbällchen vorstellen. Der Teig wird glaube ich auch mit etwas Käse hergestellt und innen ist es mit gekochten Hähnchenstückchen gefüllt. Schmeckt super. Aber ich bin doch eher ein Fan der Bolinha di queijo (nicht im Bild). Ist quasi das gleiche, nur kleiner und ohne Hühnchen. Der Hot Dog war übrigens nicht so gut.

Here you see  Coxinha and a kind of hot dog in coxinha bread. It is a fried bread with chicken inside. I like the taste very much. But mostly I prefer bolinha die queijo because it is smaller and without chicken. 

Das Baguette und der kleine Kuchen waren beides Mal mein Frühstück im Restaurant. Waren echt gut, aber nicht so umwerfend wie der Rest, den ich hier probiert habe. Meine Erkenntnis lautet: Nur das traditionelle, heimische Essen in Restaurants ist gut. Ich hatte an den Tagen keine Lust auf   brasilianische Würstchen oder ein kaltes Sandwich. Und griff dadurch zu diesen Varianten. Im Nachhinein kann ich aber sagen: Lieber etwas nehmen, was der Rest nimmt! Schmeckt auf jeden Fall besser. Pizza und Pasta schmecken nämlich in Italien am besten und Crepes in Frankreich. Hattet ihr auch schon Mal so eine Erkenntnis?

These two were my breakfasts when we were in Rio. And were not so good as the rest of the food I tried here. 

 

Hier seht ihr das Essen, was es in der Schule gibt (Handybilder, aaah!). Es gibt ausnahmslos jeden Tag Reis, Bohnen und Fleisch. Als Vegetarier oder auch als Gemüse-Liebhaber hat man es hier schwer. Selbst wenn es Kartoffeln gibt, dürfen Reis und Bohnen nicht fehlen. Zuerst verstand ich das nicht. Aber das scheint die gleiche Wichtigkeit zu haben wie Brot, zumindest hat mir das jemand mal so erklärt. Ohne Reis ist es einfach kein Essen für viele Brasilianer! Ich komme damit ganz gut klar, freue mich dennoch riesig, wenn es zum Reis noch was anderes gibt, haha. 

Here you see the food I eat in school. Rice, beans and meat every day and many different additional things. Sometimes I am a bit tired of eating rice every day. But thank God, there are also other things. Someone told me once, rice and beans are like bread for the europeans, it is not possible to have lunch without! It is really good and I didn’t have problems with it so far. 

Ganz gut kann man hier jedoch auch in der Stadt essen, wie ihr auf dem Bild oben seht. Es gibt überall solche Restaurants, wo man sich wie bei einem Buffet bedienen kann. Es gibt verschiedene Salate, Reis, Bohnen, Fleisch, Kartoffeln, Desserts und vieles mehr. Der Preis richtet sich nach dem Gewicht. Für den Teller, den ihr hier seht, habe ich umgerechnet nur sechs Euro bezahlt. Jeden Tag muss das nicht sein, aber hin und wieder ist es super und auch vergleichsweise günstig.

Sometimes we go to a restaurant. Here restaurants with buffets are very common. You choose the food, you want and pay by weight. I always prefer lots of salad and to try little bits of all the other things. The price is very reasonable, I only paid six euros for the food you see here. 

Auf dem Bild links seht ihr das brasilianische Barbecue. Wir waren bei Verwandten meiner Gastgeberin eingeladen und es gab lauter tolle Sachen. Das Fleisch war sehr sehr gut. Außerdem gab es viele Salate (juhu!), einer davon mit Apfel, Oliven und Tomaten. Muss auf jeden Fall das Rezept herausfinden. Vor dem Essen sind hier jedoch noch so Häppchen üblich. Bei uns gab es zum einen brasilianische Würstchen (für meinen Geschmack etwas fettig) und ein Knoblauchbrot, das so himmlisch lecker war! Da muss ich auf jeden Fall auch nach dem Rezept fragen.

Rechts seht ihr Pastel, so eine Art Häppchen, das man in Restaurants bestellen kann. Mit Bohnen oder Käse gefüllt. Ich weiß jetzt, dass ich auf jeden Fall immer die Käsevariante bevorzuge, bei allem. Aber es ist total Wert, beide Varianten zu probieren! Hier in Minas Gerais, dem Bundesstaat in dem ich lebe, gehören Brötchen und Gebäcksachen zum traditionellen Essen auf jeden Fall dazu und sind echt köstlich. Nur befürchte ich, durch diese Brötchendiät etwas mehr zuzunehmen als mir lieb ist, haha! Noch merke ich jedoch nichts.

Here you see the brazilian barbecue and Pastel filled with cheese and beans. Very tasteful! But the best food of the barbecue day is not in the picture: Before barbecue we had a delicious bread with garlic. It was so good, I must ask for the recipe. 

Das letzte Bild zeigt eine traditionelle Süßigkeit namens Brigadeiro. Das ist eine Schokopraline gefüllt mit einer Creme aus gekochter Kondensmilch und Kakao. Ein Traum von einer Süßigkeit, aber für meinen deutschen Geschmack etwas zu süß. Wie viele andere Sachen auch. Hier wird nämlich auch in Säfte und in Essen teilweise Zucker beigemischt. Zu meinem Basiswortschatz gehört also schon der Ausdruck „ohne Zucker, bitte“.

The last picture shows you my favorite sweet here, called Bridageiro. It is awesome. The small ball is very sweet because it contains sweetened condensed milk and chocolate or cacao. Sometimes it is too sweet for me. As many other things. Every time I order a juice, I ask to not put sugar inside, because it will otherwise kill me, haha.

Now the best part is: I will now tell you how to make brigadeiro. You need a can of condensed milk, cacao pulver (not sweetened!) and margarine or butter. Put the condensed milk in a pot, add one or two table spoons of cacao and one tea spoon of butter. You have to steer the mixture constantly. After ten or fifteen minutes you will have a sticky mixture which you can eat right away. Or you wait until it is could, form some balls and add some chocolate granulate. Ready! :) 

Nun aber zum spannendsten Teil: Ich weiß, wie man Brigadeiro macht! Ihr benötigt dazu eine Dose mit gezuckerten Kondensmilch. Und zwar von der nicht gekochten, weißen. Zudem Backkakao, etwas Margarine oder Butter und einen Topf.

Für die ganze Dose Kondensmilch werden je nach Geschmack so ein bis zwei Esslöffel Kakao hinzugefügt und etwa ein Teelöffel Margarine. Und nun heißt es kräftig rühren. So etwa 10-15 Minuten lang braucht die Kondensmilch um fest zu werden. Während dieser ganzen Zeit muss die Masse gut gerührt werden, da es sonst schnell anbrennt. Wenn die Masse von der Konsistenz an Karamell erinnert, seid ihr so weit!

Nun das letzte Wort dazu, wie man das isst. Für Faule und Ungeduldige wie mich bietet sich die Ich-esse-es-gleich-so-Variante an. Um etwas Eindruck zu schinden, als Geschenk oder Tischdeko (siehe Bild oben): Lasst die Masse gut abkühlen. Rollt Bällchen und dekoriert sie mit Schokogranulat. Fertig! Ihr werdet es lieben :) Bis ganz bald wieder! Eure Natalia

Kategorie: Brazil, Food, Sweets, Travels

von

Natalia

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  1. Ich muss ja ehrlich sagen, dass ich nicht der größte Fan von brasilianischem Essen bin :D Auch, wenn Feijoada an sich lecker ist, aber irgendwie sind überall diese Bohnen drin, und Bohnen, hmm, nicht so mein Lieblingsessen. Aber Brigadeiros hab ich hier auch schon mal mit ein paar brasilianischen Bekannten gemacht, und das war richtig lecker! Vielleicht hab ich auch einfach noch nicht genug probiert. Schön, dass es dir gut schmeckt, und vielen Dank für den tollen und ausführlichen Post und die schönen Fotos! (Ich interessiere mich ja irgendwie immer sehr für ausländisches Essen…) Diese panierten runden Teile sehen übrigens echt klasse aus :)

    PS. Das mit dem Reis kenne ich :D In Peru besteht jedes Essen aus Fleisch – Kartoffeln (oder Kartoffelbrei) – Reis. Das einzige „Gemüse“, das man in einem normalen Restaurant antrifft, sind Zwiebeln und vielleicht noch Tomaten :D Und meine Frage, warum Kartoffeln UND Reis auf einem Teller sein müssen, hat irgendwie niemand verstanden… Man gewöhnt sich aber dran, letztendlich ist beides ja nur relativ geschmacksneutrale Sättigungsbeilage ;)

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